TURNERSCHAFT
GROSSBURGWEDEL
HANDBALL

SPANNUNG - EMOTION - LEIDENSCHAFT

1. Herren

20.03.16

TSG mit knapper Heimniederlage

SörenFür die Turnerschaft Großburgwedel hat es im Heimspiel der 3. Liga Nord gegen die SG Flensburg/Handewitt II nicht zu einem Sieg gereicht. Nach ausgeglichenem Spiel mussten sich die Gastgeber knapp mit 25:26 geschlagen geben. Der letzte Angriff der TSG konnte Sekunden vor dem Ende nicht mehr in einen Torerfolg umgemünzt werden.

Das Spiel des Tabellenachten gegen den Tabellenvierten begann sehr ausgeglichen. Bis zur 18. Spielminute war zwischen beiden Kontrahenten kein Leistungsunterschied festzustellen. Die Zwischenstände 3:3, 5:5 und 7:7 machen die Ausgeglichenheit beider Teams deutlich. Flensburg/Handewitt nahm immer wieder den Torhüter aus der Partie und brachte einen siebten Feldspieler. Vor allem über ihren Kreisläufer Marcel Möller waren die Gäste in dieser Phase erfolgreich. Beim Stand von 8:9, Großburgwedel spielte in Unterzahl, hatte die TSG Pech. Zwei Würfe landeten nur am Pfosten des Flensburger Tores und die SG konnte sich auf 12:8 (26. Spielminute) absetzen. Bis zum Halbzeitstand blieb es bei dieser Führung, die Seiten wurden mit einer 14:10 Führung der Gäste gewechselt. Bei Großburgwedel war Sören Kress (Foto) mit vier Treffern auffälligster Spieler in Halbzeit 1.

Nach der Pause war Großburgwedel sofort zur Stelle. Binnen sechs Minuten konnte der Anschluss wiederhergestellt werden. Nach Toren von Sören Kress, Christian Hoff, Chris Meiser und Lennart Koch (2) leuchtete ein 15:16 auf der Anzeigetafel der Großburgwedeler Sporthalle. Doch die Gäste blieben cool, schafften vier Tore in Folge und lagen beim 20:15 nach 44 Minuten wieder deutlich vorn. In dieser Phase wollte Großburgwedel zu viel auf einmal und vergab neben guten Chancen auch einen Strafwurf. Nachdem TSG-Torhüter Patrick Anders kurz darauf einen Siebenmeter der Gäste vereiteln konnte, ging ein Ruck durch das Team der Turnerschaft. Die Gastgeber zeigten jetzt ihre kämpferischen Qualitäten, eroberten immer wieder Bälle in der Abwehr und nutzten den Umstand aus, dass das SG-Tor durch die zusätzlichen Feldspieler einige Male verwaist war. Erik Gülzow konnte nach 52 Minuten den umjubelten 21:21-Ausgleich erzielen. Die Partie ging jetzt in die entscheidende Phase, beide Mannschaften spielten mit offenem Visier. Flensburg blieb jedoch am Drücker und stets in Führung. Sören Kress übernahm bei der TSG Verantwortung und war wie auch Chris Meiser mit Toren zur Stelle. 50 Sekunden vor dem Ende gelang Kay Behnke mit seinem einzigen Treffer der 25:26-Anschluss für die Gastgeber und nachdem Großburgwedel den folgenden Angriff der Flensburger abfangen konnte, war TSG-Trainer Jürgen Bätjer sofort mit der grünen Karte zur Stelle. Auszeit für die Gastgeber, es waren noch 18 Sekunden zu spielen.

Trainer Bätjer schwor sein Team noch einmal ein und gab eine letzte taktische Anweisung. Die TS Großburgwedel versuchte es nach einigen Kreuzbewegungen mit einem Kempaanspiel auf Lennart Koch. Das Anspiel kam jedoch nicht mehr beim TSG-Rechtsaußen an und kurz nach dieser Szene pfiffen die beiden Schiedsrichter eine hochinteressante und bis zum Abpfiff spannende Partie ab. Die SG Flensburg-Handewitt nahm zwei glückliche Punkte mit auf die Heimreise an die Förde, ein Unentschieden hätte dem Spielverlauf besser entsprochen.

Auch TSG-Trainer Jürgen Bätjer zeigte sich nach dem Abpfiff sichtlich enttäuscht: „Heute war mehr drin, wir haben es aber erneut nicht geschafft, über die ganze Spielzeit das gleiche Niveau beizubehalten. Mich ärgert gar nicht einmal der letzte Angriff, den nehme ich gerne auf meine Kappe. Die Ansage zum Kempa kam von mir und weil wir in Unterzahl waren, mussten wir uns etwas einfallen lassen. Hat nicht geklappt, egal, Schwamm drüber. Nein, aus meiner Sicht haben wir das Spiel verloren, als wir u.a. über Linksaußen und Rückraumrechts viel zu viele Chancen ausgelassen haben. In der ersten Halbzeit waren wir nicht bei der Sache. Aus dem ständigen Wechsel des SG-Torhütern haben wir in den ersten 30 Minuten kein Kapital geschlagen. Die Umschaltbewegung von Abwehr auf Angriff hat viel zu lange gedauert. Da waren wir im Kopf nicht hellwach. In der zweiten Hälfte war das viel besser. Auch die Anspiele auf den Kreis kamen in Halbzeit 1 viel zu oft und viel zu einfach zustande. Hinzu kamen noch vier technische Fehler von uns vor der Pause. Unsere Torhüter waren gut, aber nicht überragend. In der Summe ist das dann zu viel, um gegen eine Spitzenmannschaft wie Flensburg/Handewitt erfolgreich sein zu können. Die SG hat einen Lauf und hier stark und selbstbewusst aufgespielt. Das Niveau des Spiels war gut und wieder hat bei uns nur eine Nuance gefehlt, um mehr mitzunehmen. In den letzten Wochen war mir das aber einfach zu viel. Man könnte auch sagen, uns hat zuletzt auch ein wenig das Glück gefehlt. So eine Entschuldigung will ich aber nicht gelten lassen. Um auch mal Glück haben zu können, muss man zuvor mehr investieren. Bei uns haben zuletzt zu oft die letzten 5 Prozent gefehlt. Dann darf man sich auch nicht wundern, wenn man knapp gegen eine Spitzenmannschaft wie Flensburg verliert und auch sonst 4-5 Punkte leichtfertig liegenlässt. Ich bin schon enttäuscht, denn in meiner Mannschaft steckt mehr und wir haben uns zuletzt und auch heute unter Wert verkauft.“

TS Großburgwedel: Patrick Anders, Markus Hammerschmidt - Lennart Carstens, Sören Kress (9/2), Jannis Wilken, Christian Hoff (3), Chris Meiser (4), Nils Wilken, Lennart Koch (3), Erik Gülzow (3), Kay Behnke (1), Steffen Dunekacke (2) und Justin Magnus Behr.




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