TURNERSCHAFT
GROSSBURGWEDEL
HANDBALL

SPANNUNG - EMOTION - LEIDENSCHAFT

1. Herren

24.04.16

TSG Kampf wird nicht belohnt

Christian HoffDas letzte Heimspiel der Handballsaison 2015/2016 in der 3. Liga Nord hat die Turnerschaft Großburgwedel mit 28:29 gegen den TSV Altenholz verloren. Über 300 Zuschauer waren in die Sporthalle auf der Ramhorst gekommen, um sich die Begegnung der beiden Tabellennachbarn anzusehen.

Die Gastgeber mussten improvisieren. Nach dem Ausfall von Kay Behnke (Grippe) waren Rückraumspieler Mangelware. Rechtsaußen Lennart Koch, der nach überstandener Bänderverletzung sein erstes Spiel machte, musste im rechten Rückraum ran. Der nur 176 cm große Linkshänder machte seine Sache gut. Ansonsten konnte TSG-Trainer Jürgen Bätjer nur auf acht gesunde Feldspieler zurückgreifen. Maurice Herbold und Jonas Krabbe standen zwar auf dem Spielberichtsbogen, griffen aber nicht ins Spielgeschehen ein. Um seiner dezimierten Rumpftruppe mehr Durchschlagskraft zu verleihen, nahm der TSG-Trainer immer wieder einen Torhüter aus dem Spiel und setzte fast über die gesamte Spielzeit einen zusätzlichen Feldspieler ein.

Von Beginn an entwickelte sich eine schnelle und anfangs auch sehr torreiche Begegnung. Der TSV Altenholz hatte den besseren Start und führte nach fünf Minuten mit 4:1. Großburgwedel brauchte ein wenig Anlaufzeit, um sich in der ungewohnten Formation zurechtzufinden. Nach zehn Minuten waren die Gastgeber beim 5:6 aber im Spiel. In der Folgezeit wurde mit offenem Visier um jeden Zentimeter gekämpft. Es wurde kein Handball für Feinschmecker geboten, Einsatz und Leidenschaft stimmten aber auf beiden Seiten. Leider sorgten die beiden Unparteiischen bei Fans und Trainern immer wieder für Kopfschütteln. Philipp Fiehn und Tobias Gebert hatten nicht ihren besten Tag erwischt, eine klare Linie war über 60 Spielminuten nicht zu erkennen. Altenholz legte immer wieder vor und war mit einem oder zwei Treffern vorn, Großburgwedel ließ sich aber nicht abschütteln. Christian Hoff (Foto) und Sören Kress zeichneten sich bei den Gastgebern als Vollstrecker aus. Zusammen erzielten sie in den ersten 30 Spielminuten 14 Tore. Kurz vor der Pause brachte Hoff seine Mannschaft beim 17:16 erstmalig in Führung, postwendend sorgte Mathis Wegner mit einem direkt verwandelten Freiwurf aber für den 17:17-Halbzeitstand.

Sören Kress und Christian Hoff waren es auch, die den TSG-Torreigen in Halbzeit 2 eröffneten. Großburgwedel lag nach 35 Minuten mit 20:19 in Führung. Als Steffen Dunekacke und Sören Kress kurze Zeit später aber mit Zeitstrafen auf der Bank saßen, konnte der TSVA die doppelte Unterzahl nutzen. Altenholz erzielte vier schnelle Tore und ging mit 23:20 in Führung. In der Folge machten sich die Gastgeber das Leben selber schwer. Beste Torchancen wurden nicht verwertet, über die gesamte Spielzeit ließ die Turnerschaft vier Strafwürfe ungenutzt. Trotzdem steckte Großburgwedel nicht auf. Der Wille war da und Rechtsaußen Nils Wilken schaffte mit drei Toren in Folge den 25:26 Anschluss. Unter dem Jubel der TSG-Fans war es dann Chris Meiser, der nach 49 Minuten das 26:26 erzielen konnte. Christian Hoff scheiterte mit einem Strafwurf am TSVA-Keeper und ließ die Chance zur Großburgwedeler Führung ungenutzt. Auch Altenholz zeigte jetzt Nerven. Das hohen Tempo der ersten Hälfte machte sich nun bei beiden Teams bemerkbar. Im Abschluss fehlte die Konzentration, ganze acht Minuten konnten beide Mannschaften keinen Treffer erzielen. Für Aufregung sorgten erneut die beiden Unparteiischen. Während TSVA-Trainer Mannhard Bech viele Entscheidungen mit einem Kopfschütteln quittierte, wurden wegen zu lauten Protestierens gegen die TSG-Bank zwei Zeitstrafen ausgesprochen.

Großburgwedel wollte jetzt den Sieg und ging volles Risiko. Im Angriff wurde schnell durchgestoßen und immer wieder Rechtsaußen Nils Wilken freigespielt. Dem jungen Mann versagten jedoch bei besten Einwurfmöglichkeiten die Nerven und Großburgwedel versäumte es, in Führung zu gehen und sich sogar abzusetzen. Nach Toren von Kjell Köpke (TSVA) und Steffen Dunekacke (TSG) stand es drei Minuten vor dem Abpfiff 27:27. Die Spannung war jetzt nicht mehr zu überbieten. Einen Schönheitspreis gab es nicht mehr zu gewinnen. Es folgten zwei Tore von Mathis Wegner, Justin-Magnus Behr und das 28:28. 73 Sekunden vor dem Ende gingen die Gäste durch Kjell Köpke mit 29:28 erneut in Führung. Jetzt wurde es richtig hektisch. Großburgwedel verlor den Ball, Altenholz war in Ballbesitz und nahm 31 Sekunden vor dem Ende eine Auszeit. Der TSVA vergab jedoch die folgende Torchance und 14 Sekunden vor dem Abpfiff eroberten die Gastgeber den Ball zurück. Justin Magus Behr wurde auf Halbrechts freigespielt und regelwidrig am Torwurf gehindert. Während die Schiedsrichter ähnliche Situationen zuvor mit einem Siebenmeter geahndet hatten, blieb dieser Pfiff jetzt aus. Die Unparteiischen entschieden nur auf Freiwurf und in den noch verbleibenden vier Sekunden gelang es der Turnerschaft nicht mehr, den Ball noch einmal auf das Altenholzer Tor zu bringen.

Die Gäste nahmen einen glücklichen 29:28-Sieg mit auf die Heimreise. Großburgwedel stand mit leeren Händen da. Ein Unentschieden hätte dem Spielverlauf sicherlich besser zu Gesicht gestanden. Unterm Strich waren es aber vier vergebene Strafwürfe und zahlreiche gute Chancen über Rechtsaußen, die die Turnerschaft um den verdienten Lohn brachten.

TS Großburgwedel: Patrick Anders, Markus Hammerschmidt, Jan Schenkel – Sören Kress (10/7), Jannis Wilken (1), Christian Hoff (7), Maurice Herbold, Chris Meiser (2), Nils Wilken (3), Lennart Koch (1), Jonas Krabbe, Steffen Dunekacke (2/1) und Justin Magnus Behr (2).




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