TURNERSCHAFT
GROSSBURGWEDEL
HANDBALL

SPANNUNG - EMOTION - LEIDENSCHAFT

1. Herren

15.10.16

Horst seine Sicht

Horst RammNatürlich war auch HSGB-Edelfan Horst Ramm beim Derbysieg seiner Mannschaft gegen Burgdorf in der Halle und hat gleich heute wieder so einiges auf dem Herzen, was er unbedingt loswerden möchte. Am Tag nach dem Spiel nahm er auf der Trainerbank Platz, wo am Abend zuvor noch Heidmar Felixson und Jürgen Bätjer gesessen hatten.

Freunde!

Ich will euch nicht langweilen. Aber es muss raus. Es brodelt schon wieder in mir…

Eine trügerische Stille lag über der herbstlichen Stadt. Nebelschwaden zogen durch die engen Gassen und benetzten den Trottoir mit einem feuchten Film. Aus der Ferne hörte man leise die Geräusche von Pferden. Weibliche und männliche Stimmen schienen sich unheilvoll zu vermischen. Die Bürger Burgwedels fragten sich, in welcher Absicht sie sich aufgemacht haben. Die Verunsicherung war greifbar.
Es war Freitag, 20:00 Uhr, als sie sich endlich zu erkennen gaben.
Eine wilde Horde junger Recken!
Gehüllt in güldene Gewänder aus feinstem Tuch!
Angeführt von Heidmar, dem Großen!
Mit Gefolge, das mit Trommeln ausgestattet war und wild schrie!
Hier auf der Ramhorst!
Sie ließen keinen Zweifel daran!
Sie wollten unsere Handballehre rauben und unsere Fahne stehlen!

Wie ich das liebe!

Nun ja, der Burgwedeler an sich ist unerschrocken, tapfer und wehrhaft.
Er ist vorbereitet auf solche Situationen. Er hat sich mit den daraus resultierenden Fragestellungen auseinandergesetzt.
Das zeigt sich z.B. bei jedem Schützenfest. Da schätzen wir Burgwedeler es überhaupt nicht, wenn Fremde aus der Peripherie in unser Zentrum drängen, unsere Getränke verköstigen, unsere Prinzessinnen belagern, sie verunsichern und in ihnen eine emotionale Orientierungslosigkeit auslösen.
Das mögen wir nicht. Da stehen wir auf. Da stehen wir zusammen. Da wehren wir uns.
Und beim Handball ist es nicht anders! Merkt euch das!

19:16 SIEG! Gegen die TSV Burgdorf!

JayBee und seine tapferen Mannen haben die Leute aus dem "Ostland" vertrieben. Sie verließen fluchtartig unsere Stadt. Nur noch leises Gejammer und Gezeter war zu vernehmen als sie den Heimweg antraten. Unsere Trutzburg wurde erfolgreich verteidigt und blieb „unbeschadet“!

Derbysiege sind etwas Besonderes!
Selbst unser Handballmethusalem hat breit gegrinst. Als hätte er von den verschreibungspflichtigen Stimmungsaufhellern für depressive Turnierpferde genascht...
Da war es doch nur legitim, dass ich mir das ein oder andere gekühlte Getränk meiner Wahl gegönnt habe.

...ca.1,8 Promille später wollte ich dann zu Hause mein Burgfräulein an meinem emotionalen Ausnahmezustand teilhaben lassen und sehr persönlich meine Freude über den bisherigen Tagesverlauf ausdrücken. Ich konnte sie aber nicht wirklich überzeugen.
Stattdessen wurde ich wie ein Gefangener in das "Kellerverließ" verbannt, wo ich auf der sehr alten Couch die heldenhaften Geschehnisse des Abends nochmal Revue passieren ließ.
Die letzten Worte von meiner Frau an dem Abend hatten etwas mit Säugetieren aus der Ordnung der Paarhufer zu tun und das Wort "besoffen" kam auch mehrfach vor. Und dass ich mir irgendwas abschminken kann...
War aber egal. Mit dem Herzen war ich sowieso noch in der Halle.
Morgen spricht sie bestimmt wieder normal mit mir....

Jetzt geht es mir wieder besser! Bis zum nächsten Mal!

Euer Horst

PS: Das war es wert... Danke Jungs!!!




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