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HANDBALL

SPANNUNG - EMOTION - LEIDENSCHAFT

1. Herren

13.11.16

Fazit von Trainer Jürgen Bätjer zum Spiel gegen Großwallstadt

Jürgen BätjerEinen Tag nach der knappen 27:28-Niederlage gegen den TV Großwallstadt analysiert HSG-Trainer Jürgen Bätjer das Spiel gegen die Spitzenmannschaft aus Franken: „Zu allererst möchte ich mich bei den Zuschauern bedanken, die gestern in der Halle waren und uns unterstützt haben. Mein besonderer Dank geht auch an unsere Trommler und sonstigen Helfer. Bei einigen Besuchern mag der Eindruck entstanden sein, dass wir das Spiel leichtfertig verloren haben und mit der Hereinnahme eines zusätzlichen Feldspielers ein zu hohes Risiko gegangen sind. Ja, wir haben dadurch drei leichte Gegentore ins leere Tor bekommen, man muss aber auch bedenken, dass wir ohne diese Maßnahme zu wenig Durchschlagskraft entwickeln. Mit unserer normalen Formation gelingen uns in 15 Minuten nur zwei Tore aus dem Feld. Das ist zu wenig, wobei ich an der Stelle Chris Meiser ausdrücklich loben muss. Er wird von mir jede Woche auf einer anderen Position eingesetzt und musste gestern als Spielmacher ran. Dass es da nicht von Anfang an rund läuft ist verständlich, er hat seine Sache aber gut gemacht. Loben möchte ich aber auch Justin Magnus Behr, Jannis Wilken und Erik Gülzow, die mich überzeugt haben. Wir müssen einfach dieses hohe Risiko mit dem leeren Tor gehen, um uns mit einem zusätzlichen Feldspieler überhaupt Torchancen zu erarbeiten. Da kommt es auch zu Rückschlägen, aber auch da zeigen wir eine tolle Moral, kämpfen bis zum Ende und geben uns nicht geschlagen.

In drei Unterzahlphasen der ersten Hälfte haben wir gestern 0:6 Tore kassiert. Da bleib uns garnichts anderes übrig, als dies in Hälfte zwei umzustellen. Und man darf auch nicht vernachlässigen, dass wir gestern Abend verletzungsbedingt ohne Lennart Carstens, Sören Kress und nur mit einem angeschlagenen Kay Behnke spielen müssen. Das ist schon eine erhebliche Schwächung, die kaum zu spüren war. Dazu noch die rote Karte gegen Steffen Dunekacke und schon sieht es auf unserer Bank sehr übersichtlich aus. Darüber hinaus ist Großwallstadt auch keine Laufkundschaft und gehört völlig zu Recht zu den besten Teams der Liga. Die spielen robust, ruhig und mit einem hohen Grad an Sicherheit. In einigen Phasen ging es mir dann doch aber auch zu schnell. Da müssen wir das Tempo aus dem Spiel nehmen und dürfen nicht wie auch kurz vor der Pause die Gegner zu einfachen Tempogegenstößen einladen. Mich stimmt optimistisch, dass wir gegen die Spitzenteams der Liga immer dran waren und trotz unserer bescheidenen Möglichkeiten an guten Tagen jeden schlagen können. Trotzdem werde ich meinen Spielern auch mal ein dickes Ding einfordern. Immer nur im grauen Mittelfeld der Tabelle zu stehen, macht auch keinen Spaß. Gestern hätten wir an einem guten Tag gewinnen und mit zwei Punkten in der Tabelle deutlich klettern können. Es hat nicht sollen sein, wir werden aber unsere Chancen weiterhin bekommen. Beim nächsten Auswärtsspiel in Groß Umstadt wollen wir etwas holen und eine Woche später kommt Hannover-Anderten zum Derby zu uns. Keine Frage, natürlich wollen wir da gewinnen.“




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