TURNERSCHAFT
GROSSBURGWEDEL
HANDBALL

SPANNUNG - EMOTION - LEIDENSCHAFT

1. Herren

18.12.16

HSGB unterliegt Rodgau Nieder-Roden

Jannis WilkenDie HSG Burgwedel hat das letzte Spiel des Handballjahres 2016 gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden mit 26:30 verloren. Der Sieg der Gäste geht in Ordnung, Burgwedel konnte nicht an die guten Leistungen der letzten Wochen anknüpfen. Mit unzähligen und nicht nachvollziehbaren Entscheidungen sorgten die beiden Schiedsrichter dafür, dass die Partie extrem hektisch und zerfahren war.

Rodgau Nieder-Roden hatte einen Start nach Maß, während Burgwedel überhaupt nicht ins Spiel kam. Schon nach neun Minuten lagen die Gäste mit 5:0 vorn, die HSG fand kein Mittel gegen die Gästeabwehr und leistete sich in der Anfangsphase viel zu viele technische Fehler und Fehlwürfe. Hinzu kamen von Beginn an Schiedsrichterentscheidungen, die beide Mannschaften immer wieder auf die Palme brachten. Eine einheitliche Linie oder eine Zusammenarbeit der beiden Unparteiischen war zu keinem Zeitpunkt erkennbar. Die heimischen Fans mussten bis zur 11. Spielminute warten, ehe Nils Wilken den ersten Treffer für Burgwedel erzielen konnte. In der Folge fanden die Gastgeber allmählich ihren Rhythmus. Nach 18 Minuten führte Rodgau Nieder-Roden mit 8:4. Als HSG-Abwehrstratege Tim Zechel kurze Zeit später nach einer normalen Abwehraktion die rote Karte gezeigt bekam und Burgwedel in Unterzahl agieren musste, setzten sich die Gäste weiter ab. Rodgau baute den Vorsprung auf 11:6 und 12:7 aus. Doch Burgwedel kam jetzt über den Kampf zurück ins Spiel. Linksaußen Jannis Wilken (Foto) traf mehrfach und auch Erik Gülzow war erfolgreich. Ein verwandelter Strafwurf von Kay Behnke sorgte für den Halbzeitstand von 11:15.

Nach dem Wechsel kam Burgwedel hochmotiviert aus der Kabine. Vor allem Jannis Wilken, dem insgesamt acht Tore gelangen, sorgte auf Seiten der Gastgeber für Torgefahr. Er konnte nach 40 Minuten den Anschluss zum 17:20 herstellen. In der Folge spielte Burgwedel mit offenem Visier und ging volles Risiko. Es gab einige Möglichkeiten, den Vorsprung der Gäste auf nur zwei Tore zu verkürzen, doch immer wieder scheiterten die HSG-Spieler beim Torwurf oder leisteten sich technische Fehler. Rodgau Nieder-Roden führte nach einer Dreiviertelstunde mit 22:16 und neun Minuten vor dem Ende mit 23:20. Noch war die Partie nicht entschieden und erneut hatte Burgwedel Gelegenheiten, auf zwei Tore zu verkürzen und die Partie ggf. noch zu drehen. Doch es sollte an diesem Tag nicht sein. In den entscheidenden Phasen unterliefen den Gastgebern erneut Fehler und die Gäste konnten einen 30:26-Auswärtssieg mit auf die Heimreise nach Hessen nehmen.

Nach dem Ende der Hinrunde rangiert die HSG Burgwedel mit nunmehr 15:15 Punkten auf Platz 8 der Tabelle der 3. Liga Ost. HSG-Trainer Jürgen Bätjer analysierte das Spiel gegen die HSG Rodgau Nieder-Roden wie folgt: „Zu allererst möchte ich mich bei den zahlreichen Zuschauern entschuldigen. Unser Auftreten war nicht gut, sowohl auf dem Spielfeld als auch auf der Bank. Da müssen wir professioneller werden. Wir hatten uns viel vorgenommen und wollten uns vor Weihnachten noch einmal von unserer besten Seite zeigen. Die Mannschaft geht auf dem Zahnfleisch und braucht eine Pause. Trotzdem wollten wir noch einmal an die Schmerzgrenze gehen und Druck machen. Der Start ging leider total in die Hose. Wir haben es nicht geschafft, in die Tiefe zu gehen und zu oft die Verantwortung weitergegeben. Dazu haben wir uns durch die kuriosen Pfiffe der Schiedsrichter zu sehr verunsichern lassen. Die ersten zehn Minuten waren sehr schlecht. Danach wurde es zwar besser, unterm Strich haben zu viele Spieler aber nicht ihre Normalform erreicht. Ausnehmen möchte ich die Wilkenbrüder. Nils war in Halbzeit 1 sehr gut, Jannis hat über 60 Minuten toll gespielt und eines seiner besten Spiele gezeigt. Maurice Herbold hat alles gegeben und mit gebrochener Hand gespielt. Wenn er dann aber vom gegnerischen Kreisläufer zwei Mal versteckte Schläge auf die Hand bekommt, muss auch er passen. Trotz aller widrigen Umstände erwarte ich von meiner Mannschaft aber mehr Biss und auch mehr Professionalität. Ich nehme mich da nicht aus. Wir alle müssen uns über Weihnachten hinterfragen. 15:15 Punkte und Tabellenplatz 8 reichen uns nicht aus. Wir haben in der Hinrunde einige Punkte liegengelassen und uns selbst um eine bessere Platzierung gebracht. Ich hoffe, dass Sören Kress im Januar wieder dabei ist und wir mit neuer Energie in die Rückrunde starten können. Die Situation vor einem Jahr war vergleichbar. Dieses Mal wollen wir das besser machen.“

HSG Burgwedel: Patrick Anders, Colin Räbiger, Jan Schenkel – Christian Hoff (3), Chris Meiser (2), Nils Wilken (3), Erik Gülzow (3), Maurice Herbold, Kay Behnke (5/2), Jannis Wilken (8), Steffen Dunekacke, Justin Magnus Behr (2) und Tim Zechel.




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