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Allgemein

18.12.16

Horst seine Sicht

SmileySelbstverständlich war auch HSGB-Edelfan Horst Ramm gestern Abend beim letzten Spiel des Jahres in seiner Ramhorsthalle zu Gast. Obwohl er schon ein Leben lang Handballspiele besucht, gab es für den ausgewiesenen Handballfachmann ganz neue Erkenntnisse. Natürlich hat er diese gleich niedergeschrieben und zwischen seinen lustigen Zeilen auch eine ernste Botschaft versteckt. Viel Spaß beim Lesen und gute Unterhaltung!

 



Freunde!

Ich will euch nicht langweilen. Aber es muss raus. Es brodelt schon wieder in mir…

Das war das Lustigste Heimspiel des Jahres!

26:30 gegen Rodgau Nieder-Roden verloren.

Das reicht an Fakten.

Dass ich auf das Spiel nicht näher eingehe, liegt an Stefan und Lars aus der Komikerschule des DHB. Die beiden sollen die Klassenbesten in ihrem Komikerjahrgang sein…

Als ich nach dem Spiel nach Hause kam, wollte ich sofort meine Gedanken zu Papier bringen. Dabei höre ich normalerweise immer Musik. Dieses Mal habe ich darauf verzichtet. Ich wusste nicht genau, ob ich zu Hause Musik anmachen darf oder nicht. Stefan und Lars haben gesagt, dass die Musik ausbleiben soll, weil sie zu laut ist. Für wie lange und wo das in Großburgwedel gültig sein soll, haben sie nicht gesagt.

ICH HABE EINTRITT BEZAHLT.

Mit diesem Eintrittsgeld ist eine musikalische Untermalung der Geschehnisse auf der Platte abgedeckt!

All die Jahre, die ich beim Handball war, habe ich so eine Halbzeitansage noch nie gehört.

„Auf Anordnung der Schiedsrichter darf keine Musik mehr gespielt werden!“ Nicht dass während der Partie lustige Lieder eingespielt werden. Denn schließlich sind sie für die Komik verantwortlich. In diesem eher tragischen Fall haben sie ihren Auftrag ernst genommen und in ihrer Lustigkeit voll überzeugt.

Mit Verlaub: ich mach mir ein vor Lachen! (Entschuldigung für meine ordinäre Wortwahl!)

Ihr habt die Hektik ins Spiel gebracht. Nicht die Musik!!!

Und eins noch: wenn ich sehen will, wie das sportliche Spielgerät ungeahndet mit Füßen getreten werden darf, dann gehe ich zum Fußball!

Nach dem Spiel bin ich nach unten in die Schiedsrichterkabine gegangen. Dort habe ich meine Spielkarten rausgeholt und ein wenig mit Stefan und Lars gepokert. So wie sie gepfiffen haben, haben sie ganz sicher ein Faible für Glücksspiele, dachte ich mir. Und dann kam es, wie es kommen muss, wenn ich mit meinen Karten spiele: Ich habe gewonnen!

Deren Regelkunde, das souveräne und bescheidene Auftreten und den Verstand der Spielleiter. Das war ihr Einsatz. Es fiel ihnen nicht schwer, sich davon zu trennen.

Mit diesem Zugewinn an Verstand bin ich nach Hause und fing an, Dinge zu ändern und neu zu regeln:

Als erstes habe ich mich zum Erzbischoff von Fuhrberg erklärt. Das wollte ich immer schon mal sein.

Dann habe ich entschieden, dass tätowierte Handballspieler niemals unrasiert auflaufen dürfen. Das stört mein ästhetisches Empfinden.

Ab sofort ist es auch per Dekret von mir verboten, in Einbahnstraßen mit Hunden spazieren zu gehen. Warum? Dafür habe ich keine Erklärung gefunden. Das brauche ich aber auch nicht. Ich kann es ja entscheiden.

Torhüter, die in der Nähe von Bus- oder Bahnhaltestellen wohnen (max. 800 m entfernt), müssen sich beim Trainer abmelden, wenn sie ein amerikanisches Spezialitätenrestaurant aufsuchen wollen. Bei Fehlverhalten drohen 10 x 25 Liegestütz und ein mindestens 45 minütiges Einzelgespräch mit JayBee und Lothar Matthäus. Oder wahlweise mit Torsten Legat.

Sollte bei irgendjemandem das Gefühl entstanden sein, dass ich jetzt endgültig bekloppt geworden bin, denkt bitte daran, dass ich den Verstand von anderen (im Weiteren nicht mehr benannten Personen) mit mir herumschleppte.

Horst selbst wäre auf diesen Unsinn bestimmt nicht gekommen. Scheiss Pokerspiel!

Hier zu Hause wollte ich auch ein paar Kleinigkeiten verändern.

Meine Frau hat mir daraufhin allerdings unmissverständlich klargemacht, dass die Realität nichts mit dem heutigen Handballspiel, nichts mit der anschließenden Pokerpartie und auch nichts mit meinen darauf basierenden Entscheidungen zu tun hat.

So wie sie es gesagt hat, klang es sehr ernst und irgendwie glaubwürdig.

Ich glaube, die Weihnachtspause tut mir ganz gut. Und JayBee auch. Und der ganzen Mannschaft…

Frohes Fest!

Jetzt geht es mir wieder besser! Bis zum nächsten Mal!

Euer Horst

 




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