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HANDBALL

SPANNUNG - EMOTION - LEIDENSCHAFT

1. Herren

21.01.17

HSG Burgwedel unterliegt dem Tabellenführer

ColinIm Freitagsspiel der 3. Liga Ost standen sich gestern Abend die HSG Burgwedel und Eintracht Hildesheim gegenüber. Über 700 Zuschauer sorgten in der Sporthalle Auf der Ramhorst für eine große Kulisse und tolle Stimmung. Hildesheim konnte zwei weitere Punkte im Kampf um den Aufstieg in die 2. Bundesliga einheimsen. Der 30:23-Sief fiel am Ende ein wenig zu deutlich aus.

Schon zwei Stunden vor Spielbeginn fanden sich die ersten Zuschauer in der Großburgwedeler Schulsporthalle ein und bei Spielbeginn war die Ramhorsthalle bis auf den letzten Platz gefüllt. Aus Hildesheim hatten sich zahlreiche Handballfans auf den kurzen Weg in den Norden Hannovers gemacht und sie brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen.

Bei Burgwedel musste Linksaußen Steffen Dunekacke krankheitsbedingt passen, Eintracht konnte in Bestbesetzung auflaufen. Der Tabellenführer hatte den besseren Start und ging mit 1:0 und 3:1 in Führung. Burgwedel brauchte etwas Zeit, um den Respekt vor dem starken Gästekader abzulegen. Beim 2:3 durch Maurice Herbold war die HSG aber im Spiel. Eintracht war vollmotiviert und allen Akteuren war deutlich anzumerken, dass sie den guten Lauf der Vorwochen auch in Burgwedel fortsetzen wollten. Unter dem Jubel der Gästefans ging Hildesheim mit 6:3 in Führung. HSG-Trainer Jürgen Bätjer wechselte auf der Torhüterposition und brachte Colin Räbiger zwischen die Pfosten. Der junge Keeper (Foto) machte seine Sache sehr gut und lieferte sich bis zum Abpfiff ein Fernduell mit seinem Gegenüber Jakub Lefan. Beide Torhüter drückten der Partie ihren Stempel auf, Lefan war bei Hildesheim einer der Matchwinner.

Mitte der ersten Halbzeit leistete sich Burgwedel eine kurze Schwächephase und Eintracht war sofort zur Stelle. Der Tabellenführer zog über 10:6 schnell auf 13:6 davon und sorgte für klare Verhältnisse. Nach langer Verletzungspause kam bei Burgwedel jetzt Sören Kress auf die Platte und übernahm sofort Verantwortung. Der Spielmacher der HSG setzte seine Mitspieler gekonnt in Szene und steuerte selbst vier Treffer bei. Plötzlich stotterte der Eintrachtmotor und Burgwedel kam Tor um Tor näher. Die Bätjerschützlinge verkürzten die Siebentoreführung bis auf einen Treffer. Drei Minuten vor der Pause war der Anschluss zum 13:14 hergestellt, die Halle kochte. Der Ausgleich wollte jedoch nicht fallen, beide Teams gingen mit einer 15:13-Führung für die Gäste in die Kabine.

Die zweiten 30 Minuten begannen mit einem tollen Start der Eintracht. Rechtsaußen Maurice Lungela traf jetzt mehrfach und schnell waren die Gäste mit einem 4:0-Lauf auf 19:13 enteilt. Burgwedel kam überhaupt nicht in Tritt und brauchte neun Minuten bis zum ersten Treffer durch Kay Behnke. Die HSG ging jetzt volles Risiko und kämpfte sich bis zur 49. Minute auf 20:23 heran. Christian Hoff hatte gar per Tempogegenstoß das 21:23 auf der Hand, er scheiterte jedoch am Torhüter der Eintracht und Hildesheim bekam in der Folgezeit wieder Oberwasser. Die Gäste überstanden die Druckphase der HSG und warfen sich durch Ivan Kucharik ins Spiel zurück. Eintracht konnte den Vorsprung erneut ausbauen. Als sich bei Burgwedel nun auch noch binnen weniger Minuten Maurice Herbold und Erik Gülzow verletzten, war die Partie entschieden. Hildesheim tat noch etwas für das Torverhältnis, ging als 30:23-Sieger über die Ziellinie und sicherte sich zwei wichtige Auswärtspunkte im Kampf um den Aufstieg in die 2. Bundesliga.

HSG-Trainer Jürgen Bätjer hatte nach dem Spiel einige Dinge zu bemängeln: „Erst einmal Glückwunsch an Hildesheim, der Sieg geht in Ordnung und war verdient. Leider haben wir es heute nicht geschafft, eine optimale Leistung abzuliefern. Die wäre nötig gewesen, um das Ergebnis ausgeglichener zu gestalten und Eintracht in Verlegenheit zu bringen. Zum Ende der ersten Halbzeit ist uns dies noch gelungen, die zweite Hälfte war aber zu schlecht. Unsere Außenspieler sind immer wieder an Jakub Lefan gescheitert, über diese Positionen hatten wir zahlreiche gute Möglichkeiten, die wir nicht genutzt haben. Auch über den Kreis muss mehr kommen. Hildesheim ist da viel ausgeglichener besetzt, Maurice Lungela hat gezeigt, wie das geht und war einer der Matchwinner bei Hildesheim. Aber auch von den anderen Positionen können wir mehr. Ich hatte wie schon im Hinspiel das Gefühl, dass einige ehemalige Hildesheimer in meiner Mannschaft gegen ihren alten Verein gehemmt oder zu arrogant zu Werke gehen. Dazu haben wir in der zweiten Halbzeit mit einem zusätzlichen Feldspieler viel zu viele Bälle leichtfertig weggeworfen und einfache Treffer ins leere Tor kassiert. Colin Räbiger, Maurice Herbold, Sören Kress und auch Erik Gülzow muss ich bei meiner Kritik ausnehmen, sie haben ihre Sache gut gemacht. Bitter sind für uns natürlich auch die Bänderverletzungen von Maurice Herbold und Erik Gülzow. Ich hoffe, dass sie nicht zu lange ausfallen. Ein wenig Kritik gibt es auch für die Schiedsrichter. Wir bekommen sechs, Eintracht nur zwei Zeitstrafen. Die Verteilung in einem harten aber fairen Spiel ist mir zu deutlich und führt am Ende dazu, dass der Gästesieg um 2-3 Tore zu hoch ausfällt.“

HSG Burgwedel: Jan Schenkel, Patrick Anders (1. – 12. Minute), Colin Räbiger (13. -60.) – Sören Kress (4), Christian Hoff (2/1), Chris Meiser (1), Nils Wilken, Erik Gülzow (4), Maurice Herbold (6/2), Kay Behnke (2), Jannis Wilken (2), Justin Magnus Behr (1) und Tim Zechel (1).




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