TURNERSCHAFT
GROSSBURGWEDEL
HANDBALL

SPANNUNG - EMOTION - LEIDENSCHAFT

1. Herren

03.12.15

TSG reist zum TSV Altenholz

TSGBeim Blick auf die aktuelle Tabelle der 3. Liga Nord werden sich selbst eingefleischte Handballfans verwundert die Augen reiben. Auf der Suche nach dem TSV Altenholz muss man den Zeigefinder bis zu Tabellenplatz 14 nach unten schieben, um den vor Saisonbeginn mit Aufstiegsambitionen in Liga 2 gestarteten Kieler Vorortclub zu finden. Für den TSV, der nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga die letzte Saison auf Tabellenplatz 3 beendet hatte, sind dies ganz neue Erfahrungen. Nach 13 Spieltagen rangiert der TSV mit nur 9:17 Punkten auf einem Abstiegsplatz und vor vier Wochen haben die Verantwortlichen in Altenholz auf die aktuelle Misere reagiert.

Nach der Niederlage beim Dessau-Rosslauer HV musste Trainer Martin Nirsberger, der erst vor Saisonbeginn in Altenholz angeheuert hatte, seine Koffer packen. Waren die Ankündigungen des Trainers, der von der 2. Bundesliga gesprochen hatte, vor Saisonbeginn zu euphorisch oder passte es einfach nicht zwischen Mannschaft und Trainer? Wie auch immer, für die Spiele gegen Oranienburg und in Flensburg-Handewitt konnte man mit Klaus-Dieter Petersen und Jörg-Uwe Lommel eine Interimslösung präsentieren. Zumindest das Spiel gegen Oranienburg wurde mit 28:20 gewonnen, in Flensburg-Handewitt verlor der TSV mit 27:31.

Nach turbulenten Wochen soll in Altenholz jetzt wieder Ruhe und auch Erfolg einkehren. Vor dem Spiel gegen den SC Magdeburg konnte mit Mannhard Bech der neue Trainer vorgestellt werden und trotz der knappen 28:29-Niederlage gegen den SCM war ein deutlicher Aufschwung beim TSV zu spüren. Mannhard „Mücke“ Bech war als Aktiver beim THW Kiel und der SG Flensburg-Handewitt in der Bundesliga aktiv und hat den TSV schon einmal in der Saison 1996/1997 trainiert. Zuletzt war er gemeinsam mit Klaus-Dieter Petersen beim THW Kiel für die Nachwuchsarbeit verantwortlich. Überhaupt sind die Verbindungen zwischen dem deutschen Rekordmeister und dem TSV Altenholz sehr eng. Rune Dahmke sammelte in Altenholz Erfahrungen, bevor er zum THW Kiel wechselte und Nationalspieler wurde und aus dem aktuellen Kader ist Alexander Williams mit einem Doppelspielrecht beim TSV und dem THW ausgestattet.

Warum es beim TSV in dieser Saison noch nicht richtig rund läuft, ist schwer nachzuvollziehen. Zweifelsohne hatte die Mannschaft mit Verletzungsproblemen zu kämpfen und musste im bisherigen Saisonverlauf schon 20 unterschiedliche Spieler einsetzen. Trotzdem ist der Kern des Teams der gleiche wie noch im letzten Jahr und der TSV verfügt über zahlreiche Spieler, die auf Erfahrungen in der 3. Liga zurückgreifen können. Bester Werfer ist aktuell Sebastian Firnhaber mit 63 Toren, aber auch Kjell Köpke (39), Malte Abelmann-Brockmann (28), Malte Voigt (35), Mathis Wegner (37), Max Lipp (33) und Patrick Starke (27) sind nicht zu unterschätzen. Der TSV hat keinen überragenden Torjäger in seinen Reihen und zeichnet sich genau wie die Turnerschaft Großburgwedel durch mannschaftliche Geschlossenheit aus. Anders als beim TSV läuft es bei der TSG in dieser Saison aber überraschend gut und der dritte Tabellenplatz der Turnerschaft ist ähnlich verwunderlich wie Platz 14 des TSV.

Unverdient ist Großburgwedels Platz 3 aber keinesfalls. Die junge TSG-Mannschaft hat sich im bisherigen Saisonverlauf kontinuierlich steigern können und spielt seit Wochen konstant auf einem guten Niveau. Prunkstück ist dabei die TSG-Abwehr, die bislang im Schnitt nur 25,07 Gegentore kassieren musste und hinter Dessau-Rosslau (24,66) die zweitbeste Defensive in der 3. Liga Nord darstellt. Sofern reist die Mannschaft von TSG-Trainer Jürgen Bätjer auch mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein nach Altenholz. Die letzten Wochen haben gezeigt, dass man jede Mannschaft schlagen kann und auch die bisherige Auswärtsbilanz mit sieben Punkten aus sechs Spielen kann sich durchaus sehen lassen. Insofern rechnet sich Kay Behnke & Co. auch in Altenholz etwas aus. Sie wissen aber, dass Altenholz viel besser als der aktuelle Tabellenplatz ist, mit dem Rücken zur Wand steht und fast schon gewinnen muss. Großburgwedel kann dagegen befreit und ohne Druck aufspielen und wird alles versuchen, um den aktuellen Lauf weiterhin fortzusetzen. Die Begegnung in Altenholz könnte damit noch schwieriger werden als das letzte Spiel gegen den Oranienburger HC, das die TSG mit 29:24 gewinnen konnte. Neutrainer Mannhard Bech wird alles daran setzen, mit seinem Team den ersten Sieg einzufahren und auch das Altenholzer Publikum wird wie eine Wand hinter ihrem Team stehen, denn mit nur drei Siegen aus sieben Heimspielen ist die Heimbilanz des TSV alles anders als gut. Großburgwedel ist gewarnt und sollte auf der Hut sein.

Kann die TSG den dritten Tabellenplatz verteidigen oder schafft es Altenholz die Abstiegsränge zu verlassen? Eine Antwort auf diese Frage bekommt man am Samstag, den 05.12.2015 ab 19:30 Uhr in der Edgar-Meschkat-Halle in 24161 Altenholz-Stift.




Design und System von Webdesign Hannover | Webdesign Hannover - ElementSystems