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1. Herren

07.10.16

Niklas Ihmann vor letztem Spiel für die HSG

Niklas IhmannWenn die Burgwedeler Drittligahandballer am Samstag in der 3. Liga gegen den TV Kirchzell antreten müssen wird Rückraumspieler Niklas Ihmann (Foto) zum vorerst letzten Mal für die HSGB auflaufen. Bislang war Niklas, der sich zu Beginn der letzten Saison eine schwere Schulterverletzung zugezogen und nach der erforderlichen Operation toll zurückgekämpft hatte, mit einem Zweitspierecht ausgestattet. Dadurch konnte der 21-Jährige Linkshänder sowohl für seinem Heimatverein SF Söhre als auch bei der HSG Burgwedel auf Torejagd gehen. Beide Vereine und auch der Spieler selbst waren in der Spielzeit 2015/16 mit dieser Regelung sehr zufrieden.

Aus nicht nachvollziehbaren Gründen hat der Deutsche Handballbund (DHB) zum 01.07.2016 aber seine Spielordnung geändert. Das im § 69 (Ausleihe von Spielern) reglementierte Zweitspielrecht wurde auf Vereine der Bundesliga, der zweiten und der dritten Liga beschränkt. Bis zum 30.06.2016 galt die Regelung noch zwischen der ersten und der fünften Liga. Da Burgwedel in der dritten und Söhre in der fünften Liga (Verbandsliga) spielen, ist ein doppelter Einsatz von Niklas Ihmann nun nicht mehr möglich. Auch Rechtsaußen Nils Wilken, der in der letzten Saison für beide Vereine aktiv war, kann von dieser Regelung, die für junge Spieler bis zum 23. Lebensjahr eingeführt wurde, nicht mehr profitieren. Er wird künftig ausschließlich für Burgwedel spielen. Auch eine Beantragung des Doppelspielrechtes vor dem 01.07.2016 hätte zu keinem anderen Ergebnis geführt, da die HSG Burgwedel erst zum 01.07.2016 durch den Handballverband Niedersachsen (HVN) genehmigt worden ist.

Nachdem die HSG Burgwedel und die Sportfreunde Söhre von den Auswirkungen der Spielordnungsänderung erfahren hatten, wurde nach einer für alle Beteiligten geeigneten Lösung gesucht. Niklas fühlte sich beiden Mannschaften verpflichtet und man verständigte sich darauf, dass er die ersten sechs Partien für Burgwedel bestreitet und dann nach der vierwöchigen Sperre ab Mitte November für Söhre eingesetzt werden kann. Die Mannschaft aus dem Landkreis Hildesheim hat sich in ihrer zweiten Verbandsligasaison den Aufstieg in die Oberliga zum Ziel gesetzt und ist dabei auf die Dienste des torgefährlichen Halbrechten angewiesen. Sollte es mit dem Söhrer Aufstieg nicht klappen und dies schon frühzeitig feststehen, ist ein erneuter Wechsel nach Burgwedel mit in die Überlegungen einbezogen worden. Neben dem Erfolg beider Teams soll es um die Weiterentwicklung eines sehr talentierten Nachwuchshandballers gehen, der perspektivisch alles mitbringt, um sich zu einem guten Drittligahandballer zu entwickeln.

Damit wird Niklas Ihmann gegen den TV Kirchzell vorerst zum letzten Mal das Trikot der HSG Burgwedel tragen. Bislang hat er in fünf Saisonspielen 15 Tore erzielen können. Mit einer guten Leistung und einem Sieg gegen Kirchzell möchte er sich von der Ramhorst verabschieden. Auch wenn er in den letzten beiden Jahren verletzungsbedingt für Burgwedel nur zehn Spiele absolviert haben wird, hat er einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Wir bedanken uns bei einem tadellosen Sportsmann und wünschen Niklas für seinen weiteren sportlichen und beruflichen Weg alles Gute!

Was bleibt ist das fehlende Verständnis zweier Handballvereine für eine nicht nachvollziehbare Regeländerung, die deutlich zum Ausdruck bringt, dass es dem Deutschen Handballbund unterm Strich nur um den Profisport in der ersten und zweiten Bundesliga geht. Warum § 69 der DHB-Spielordnung zum Leidwesen von Amateurvereinen und talentierten Nachwuchshandballern ohne Not geändert werden musste, wird wohl für immer ein Geheimnis der Verbandsoffiziellen bleiben.




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