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1. Herren

15.10.16

HSGB mit verdientem Derbysieg gegen Burgdorf

Erik GülzowDie HSG Burgwedel hat das hannoversche Handballderby in der 3. Liga Ost gegen die TSV Burgdorf II nach ausgeglichener erster Halbzeit (7:7) mit 19:16 gewinnen können. Gut 400 Zuschauer in der Ramhorstsporthalle sahen keine hochklassige, aber eine intensive und bis zum Schluss spannende Begegnung. Burgwedel bleibt damit vor eigenem Publikum unbesiegt und zog in der Tabelle am Nachbarn aus Burgdorf vorbei.

Von Beginn an war beiden Teams eine gewisse Nervosität anzumerken. Die Aktionen auf beiden Seiten wirkten gehemmt und nicht unbeschwert. Der Einsatz stimmte jedoch und war einem Derby angemessen. Beide Teams standen in der Abwehr sehr kompakt und immer wieder rannten sich die Angriffsreihen im gegnerischen Deckungsverband fest. Viele Aktionen konnten nur durch ein Foul gestoppt werden. Die beiden Unparteiischen Thore Poguntke und Hauke Schröder verhängten insgesamt 14 Strafwürfe. Tore aus dem Spiel heraus waren noch Mangelware. Burgwedel legte in Halbzeit 1 ständig vor und hatte in Maurice Herbold einen sicheren Siebenmeterschützen in seinen Reihen. Aus dem Feld waren viele Würfe der Gastgeber eine Beute von TSV-Keeper Jendrik Meyer. Burgwedel versäumte es, einen kleinen Vorsprung herauszuwerfen. Bei drei Strafwürfen scheiterte die HSG am zweiten TSV-Torhüter Jonas Wilde. Kurz vor der Halbzeit konnte Jago Mävers den Ausgleich zum 7:7 erzielen.

Nach der Pause kamen die Gastgeber besser aus der Kabine. Christian Hoff (2), Maurice Herbold, Sören Kress und Chris Meiser sorgten innerhalb von nur zehn Minuten für eine beruhigende 12:8-Führung der HSG. Burgwedels Torhüter Patrick Anders steigerte sich und hielt jetzt überragend und bei Burgdorfs Angriffsspiel war auf einmal Sand im Getriebe. Auch Jonas Wilde, den Heidmar Felixson nach dem Seitenwechsel zwischen die Pfosten beordert hatte, konnte nicht an die Leistungen von Jendrik Meyer anknüpfen. Die HSG Burgwedel hatte das Spiel und den Gegner jetzt unter Kontrolle und konnte sich bis zur 43. Spielminute auf 14:9 absetzen. Erik Gülzow (Foto) war für den grippegeschwächten Maurice Herbold gekommen und sofort im Spiel. Er übernahm jetzt Verantwortung und war mit drei wichtigen Treffern erfolgreich. Doch noch war das Derby nicht entschieden. Burgdorf steckte nicht auf und nach einer kleinen Schwächephase der HSG konnte Lennart Koch sieben Minuten vor dem Ende gegen sein ehemaliges Team den Anschluss zum 15:16 herstellen. Das Derby ging jetzt in die entscheidende Phase und Burgwedel war zur Stelle. HSG-Trainer Jürgen Bätjer hatte zwischenzeitlichen Sven Mevissen für den gut haltenden Patrick Anders ins HSG-Tor gewechselt und auch dieser konnte sich mehrfach auszeichnen. Er hielt wichtige Würfe der Burgdorfer und auf Seiten der Gastgeber machte Nils Wilken den Sack endgültig zu. Der Rechtsaußen erzielte die beiden letzten Tore für Burgwedel und danach brandete Applaus für den verdienten 19:16-Derbysieger auf.

Der Sieg der Gastgeber war aufgrund der Leistungssteigerung in den zweiten 30 Minuten verdient. Burgdorf war vor allem im Angriff nicht durchschlagskräftig genug und verlor auch das Torhüterduell. Die zahlreichen Zuschauer hatten eine sehr faire und bis zum Schluss spannende Begegnung gesehen. Dass man mit nur 19 Toren im modernen Handball noch Spiele gewinnen kann, war auch für HSG-Trainer Jürgen Bätjer eine neue Erfahrung: „Für die Zuschauer war das heute sicherlich nicht so schön anzusehen. Tore sind nun mal das Salz in der Suppe beim Handball und die haben heute gefehlt. Mit nur 19 Toren gewinnt man nicht so oft ein Spiel. Unterm Strich zählen für uns aber nur die beiden Punkte. Der Sieg war verdient und macht uns stolz. Meine Spieler haben alles gegeben und sich in den letzten Wochen von vielen verletzungsbedingten Rückschlägen nicht vom Weg abbringen lassen. Unser Kader ist klein aber fein und heute haben die Jungs große Moral gezeigt. Die Abwehrreihen waren auf beiden Seiten gut, bei einigen Kleinigkeiten waren wir besser als Burgdorf. Kompliment an mein Torhüterduo und auch an Erik Gülzow und Nils Wilken, die heute zur Stelle waren, als wir sie gebraucht haben. Wir haben jetzt ein Wochenende spielfrei, dann kommt Elbflorenz. Wir wollen die Pause nutzen, um das eine oder andere Wehwehchen auszukurieren.“

HSG Burgwedel: Patrick Anders (1. – 46. Minute), Sven Mevissen (47. – 60.) – Sören Kress (2), Christian Hoff (3/3), Chris Meiser (2), Nils Wilken (2), Erik Gülzow (3), Maurice Herbold (7/5), Kay Behnke, Jannis Wilken, Steffen Dunekacke und Tim Zechel.




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