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20.02.17

Horst seine Sicht

Horst RammAm Freitag war Derbytime in Burgdorf und natürlich war auch HSGB-Urgestein, Edelfan und Kritiker Horst Ramm mit von der Partie. Machen wir es kurz: Horst hatte überhaupt nichts zu meckern und heute ganz viel lobende Worte für viele Dinge, die ihm sehr gefallen haben. Wir können uns nur anschließen und wünschen viel Spaß beim Lesen.

 

Freunde!

Ich will euch nicht langweilen. Aber es muss raus. Es brodelt schon wieder in mir…

 

Ich kann euch beruhigen. Es geht mir wieder besser. Die Stimme hat sich regeneriert. Die Piepen in den Ohren weicht wieder einer annähernd normalen Geräuschkulisse. Die Handflächen schmerzen nicht mehr so.

„Da hat er sich wieder übernommen“ werden einige unverbesserliche sagen. Nein, an meinen Beschwerden waren wie immer ganz andere schuld:

1.) JayBee und seine Mannen

2.) JayBee und seine Mannen UND unsere Trommler „The little drummer boys“ (Porompompompom)

3.) JayBee und seine Mannen UND unsere zahlreichen Fans mit denen ich mindestens 4000 Mal abgeklatscht habe!

 

Das war der mit Abstand geilste Abend in der 3.Liga, den ich erleben durfte!

 

30:19 Auswärtsderbysieg bei der TSV Burgdorf in dem Handballmekka des Altkreises in der Grünewaldstraße!!! 

Es passiert nicht so oft, dass die heimischen Fans der TSV Burgdorf langsam verstummen. Der Heimblock ist bekannt dafür, dass er auf den Ausgang eines Handballspiels Einfluss nimmt.

Aber am Freitag habt ihr sie ruhig gespielt. Ab und zu war auf unserer Seite ein leichter Windzug zu verspüren. Immer dann, wenn die Burgdorfer Kopfschüttler auf Hochgeschwindigkeitsstufe geschaltet haben. Oder anders ausgedrückt: wenn wir ein Tor geworfen haben oder wenn die Heimmannschaft verworfen hat oder wenn sie an unserer Abwehr hängengeblieben ist oder wenn wir den Ball durch ein Höchstmaß an Einsatz erobert haben!  

Ihr seid als Mannschaft aufgetreten. Und jeder hat seinen Teil zu dem Erfolg beigetragen. So einen aufopferungsvollen Fight sieht man nicht so oft.

„Hard work beats talent if the talent doesn‘t work hard!“

 

Es ist fast ausgeschlossen, einen Spieler hervorzuheben!

Einer hat sich trotzdem einen Eintrag in das Klassenbuch verdient:

 

Jan „mir doch egal wie es steht ich spiele trotzdem zu null“ SCHENKEL!!!!!

 

Es gibt dankbarere Rollen in einer Handballmannschaft als die Nummer Drei im Tor zu sein. Trotzdem stehst du immer zu deiner Mannschaft. Du fieberst in jedem Spiel mit, unterstützt von der Bank und bist noch nie durch eine negative Aura auf der Bank aufgefallen. Da gab es andere, denen man diese Identifikation mit dem Verein, der Mannschaft und der eigenen Rolle gewünscht hätte. Diese Sätze darfst du ruhig auswendig (kein Rechtschreibfehler!) lernen….

Als du am Freitag in den letzten fünf Minuten eingewechselt wurdest, hast du alle spüren lassen, dass es etwas Besonderes für dich ist und dass du einen besonderen Abend daraus machen möchtest! 

ZU NULL!

Diese Geschichten liebe ich!

Nicht nur das: die Reaktion deiner Mitspieler hat ganz deutlich gezeigt, dass du im Mannschaftsgefüge ein wichtiger Baustein bist. Sonst wird man nicht so für jeden gehaltenen Ball gefeiert. Unser Teil der Tribüne war sich jedenfalls einig: feiner Sportsmann, tolle Leistung! Respekt und Anerkennung!

 

Während des Spiels habe ich mir zwischenzeitlich vorgestellt, dass mich JayBee auch mal einwechselt. Vielleicht als Kreisläufer. Aber dann setzte mein Verstand wieder ein. Ich bin zu alt für den Quatsch. Meine Fitness gibt das nicht mehr her. Wenn ich eingewechselt werden würde, hätte das zur Folge, dass ich ein dummes Foul nach dem anderen begehen müsste. Weil ich die jüngeren Spieler nicht mehr kontrollieren könnte im Eins gegen Eins. Das wiederum würde zu Zwei-Minuten-Strafen führen und damit würde ich die eigene Mannschaft nur schwächen.

Das will doch keiner sehen. Da lasse ich lieber die jüngeren spielen. Meine Verdienste um den Handball verblassen doch nicht dadurch, dass ich jüngeren Spielern den Vortritt lasse...

Genau wie die Mannschaft habe ich jetzt auch zwei Wochen Pause. Und dann freue ich mich auf das nächste Heimspiel. Mit JayBee, den „Little-Drummerboys“ und den anderen Fans. Aber ohne Hallenhooligans...

 

Jetzt geht es mir wieder besser! Bis zum nächsten Mal!

Euer Horst




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