TURNERSCHAFT
GROSSBURGWEDEL
HANDBALL

SPANNUNG - EMOTION - LEIDENSCHAFT

TSG Handball > Startseite

Allgemein

30.03.17

Horst seine Sicht

HorstHeute meldet sich unser Horst erst am Donnerstag zu Wort. Wie immer mit seiner besonderen Sicht der Dinge. Es geht ihm um die Neuverpflichtungen der HSGB und einen alten Bekannten. Viel Spaß beim Lesen!

 

Freunde!

Ich will euch nicht langweilen. Aber es muss raus. Es brodelt schon wieder in mir…

 

Markus heimisches Büro war fast dunkel. Eine einzige Kerze flackerte und warf tanzende Lichtkegel in den Raum. Seine Finger schmerzten. Er sah müde aus. Seit Wochen versuchte er Kontakte zu Spielern zu knüpfen. Zu Handballern, die die HSGB im nächsten Jahr verstärken könnten.

Telefoniert hat in seinem Haus schon lange niemand mehr. Außer er selbst. Seine hausinternen Leitungen würden es einfach nicht mehr hergeben. Und auch die Endgeräte befanden sich alle in seiner Obhut. Für eine große Sache.

Er wusste, dass die Nachbarschaft unter der Auslastung der Datenkapazität in der Straßenleitung litt.

Aber darauf konnte er keine Rücksicht nehmen.

Sechs Mobiltelefone, ein PC, zwei Notebooks und sechs Festnetztelefone waren im ständigen Einsatz.

Spielerberater, die junge talentierte Kerle anboten, lagen in seinen verschiedensten Warteschleifen.

„Ich habe zwei Isländer, die zur Zeit in Kirkkonummi im sonnigen Südfinnland spielen. Dritte Liga!“ JayBee auf Leitung 2 des Festnetzes schüttelt den Kopf.

„Lass mich mit Isländern in Ruhe. Als Gastgeschenk bringen die Gammelhai in Dosen mit und erwarten dann, dass wir es gemeinsam verspeisen...“

Markus sagte ab. Man konnte es JayBee nicht recht machen in diesen Tagen. Ein kleines Opfer könnte er auch mal bringen.

„Habt ihr Interesse an einem Waliser aus Llanfairpwllgwyngyllgogerychwyrndrobwllllantysiliogogogoch. Der kann richtig gut werfen! ... Achso, ihr meint mit runden Bällen…. Wirklich nicht mit Baumstämmen? Nichts für ungut...“

Seine Frau schaute in Markus Büro und schüttelte den Kopf. Sie überlegte, ob der Clooeney nicht vielleicht auch Handball spielen kann. Oder der Kutscher. Oder, oder, oder…

Auf einem der Mobiltelefone klingelte es schon sehr lange. Da bewies einer Ausdauer. Das fing zumindest gut an.

Markus meldete sich. Aber zu mehr als zu seinem Vornamen kam er nicht.

„Ich bins, der Peter aus Gelsenkirchen. Ich habe gehört, ihr könnt jemanden in Großburgwedel gebrauchen. Ich springe sofort in meinen Porsche Panamera. Wir treffen uns im Kokenhof. Den kenne ich gut! Ich mache es!“

Markus verzweifelte fast. „Es geht um Handball! Nicht um Fußball! Und wir brauchen Spieler und keine Trainer! Tut mir leid!“

„Und mir erst. Ich hatte nur Burgwedel gehört und irgendwie war auch Martin Kind im Spiel. Da dachte ich, ich bin der richtige Mann. Ich habe Zeit. Ich hätte es gemacht. Egal was...“

„Ich weiß… Alle wissen es…. Tschüß!“

Markus Augen fielen langsam zu und ein leises Schnarchen erfüllte den Raum...

Wenn man Markus eigene Schilderungen und die Eindrücke aus seinem engsten Umfeld zusammenfassend betrachtet, dürfte diese Vorstellung nicht allzu weit hergeholt sein. Seine Saisonvorbereitung hat jetzt begonnen.

Umso schöner ist es, dass an der Spielerfront nicht nur Verluste zu beklagen sind, sondern auch bereits zwei hochkarätige Neuzugänge verzeichnet werden können.


Herzlich Willkommen, Pascal Kinzel!

Welcome back, Thomas Bergmann!

Dass Pascal Kinzel vom Aufstiegsaspiranten aus Hildesheim zu uns stoßen will, werte ich als großen Vertrauensvorschuss. Da scheint Zusammenhalt und Identifikation mit dem Verein und seinen angepassteren sportlichen Zielen nicht ohne Bedeutung zu sein. Wir freuen uns auf Dich!

Und Thomas Bergmann ist uns ohnehin bekannt. Nachdem er studienbedingt in den letzten Jahren sportlich etwas kürzer getreten ist, hat er jetzt den Weg zurück an den heimischen Handballherd gefunden. Auch in diesem Fall ist die Freude bei mir riesengroß!

 

Emotional ging das Ergebnis vom Wochenende bei mir etwas unter.

 

24:32 in Großwallstadt verloren.

 

Da haben schon ganz andere Teams eine Niederlage kassiert. Der VFL Gummersbach z.B. in der Meistersaison 80/81 mit 25:19. Oder in der Saison 89/90 der TSV Milbertshofen, der im Endspiel mit 21:22 in der Elsenfelder Sporthalle unterlegen war.

Es gibt also keinen Grund, an der eigenen Leistungsfähigkeit zu zweifeln.

Die MSG Groß Umstadt wird das am Samstag zu spüren bekommen. Die tun mir jetzt schon leid.

Jetzt geht es mir wieder besser! Bis zum nächsten Mal!

 

Euer Horst

 

P.S.: … und wenn ihr den Peter in seinem Panamera hier in Burgwedel seht, tut einfach so als würdet ihr ihn nicht erkennen. Und erzählt ihm auf gar keinen Fall, wo Markus wohnt. Auch nicht, wenn er fragt...

 




Design und System von Webdesign Hannover | Webdesign Hannover - ElementSystems