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09.04.17

Horst seine Sicht

Horst RammNatürlich war auch Burgwedels Edelfan Horst Ramm am Samstag in der Misburger Sporthalle Zeuge der unglaublichen Geschehnisse am Ende des Derbys zwischen dem HSV und der HSG. Während der eine oder andere Zuschauer die Erlebnisse vermutlich noch immer nicht verarbeitet haben dürfte und selbst viele Stunden später noch nach einer Begründung sucht, hat unser Horst die Sache klar und strukturiert analysiert und eine logische Erklärung gefunden. Hier kommt seine Sicht der Dinge…

 

Freunde!

Ich will euch nicht langweilen. Aber es muss raus. Es brodelt schon wieder in mir…

Und zwar richtig!!!!

 

Stephen Hawking und Sheldon Cooper gelten in ihrem Fachgebiet als Vordenker. Sie zählen zu den anerkanntesten Wissenschaftlern unserer Zeit in dem Bereich der theoretischen Physik. Sie haben es in ihren jahrelangen Studien und zahlreichen Veröffentlichungen mehrfach eindeutig belegt. Die Zeit ist nicht aufzuhalten und nicht zurückzudrehen!

 

Diese Kernaussage hatte viele Jahre Bestand!

 

Wären sie doch am Samstag in die Sporthalle nach Misburg gekommen, diese Narren! Ein wesentlicher Teil ihres Schaffens und der daraus resultierende Ruhm wären pulverisiert worden. Sie hätten ihre Arbeit und sich selbst völlig neu durchdenken und erfinden müssen.

 

Zunächst dachte ich am Samstag, der Rauch im Spielergang gehöre zur Einlaufshow der Anderter. Aber am Ende des sportlichen Abends stellte sich heraus, dass es Teil eines Zauberprogramms war. Mit zwei Magiern gegen die sich Siegfried und Roy wie Stümper fühlen müssen.

Die beiden Zauberer, die den Abend gestaltet und geprägt haben, konnten die Zeit zurückdrehen und anschließend anhalten. Einfrieren sozusagen!

Ihr wisst nicht, was ich meine? Ich erkläre es euch kurz.

 

Die Ausgangslage: Burgwedel führt mit einem Tor und es sind noch ca. sechs Sekunden zu spielen. Kay setzt sich auf Rechtsaußen durch und verwirft. Der Torwart nimmt den Ball auf und will einen Mitspieler anspielen. Kay befindet sich im gegnerischen Kreis und hebt die Arme und stört zweifelsfrei den gegnerischen Torwart. Es sind nur noch drei Sekunden zu spielen. Ein Pfiff, um das mögliche Fehlverhalten von Kay zu ahnden, ertönt allerdings nicht!

Ein Anderter erhält den Ball und wirft ihn erfolglos Richtung Tor.

Anschließend ertönt die Sirene und die Gesten der Schiedsrichter beenden das Spiel.

Und dann geschieht das Unfassbare. Das Magische! Die Revolution gegen die Zeit!

 

Die Bank und alle Spieler der Anderter stürmten auf den Schiedsrichter zu und unterzogen ihn einer intensiven und individuellen Beratung über das Fehlverhalten des Burgwedeler Spielers. Der Trainer sprang luxteufelswild um die nun nicht mehr Unparteiischen herum.

Solange bis sie 7-Meter für Anderten gaben.

Nach Ablauf der Spielzeit!

Ich will euch nicht ängstigen, aber hier wurde die Zeit zurückgedreht! Das Spiel war schon zu Ende!

 

Der 7-Meter wurde verwandelt und alle Anderter stürmten das Feld.

Und jetzt kam Wunder Nr. 2! Das Einfrieren der Zeit!

Nach meiner Vorstellung wären aber noch drei Sekunden zu spielen gewesen. Das ging aber nicht, da alle Anderter auf dem Feld waren. Auch hier lag folglich eine Spielverzögerung vor. Diese hätte genauso mit einem 7-Meter geahndet werden müssen. Da fehlte der Mut zu konsequentem Handeln!

Ich kann gar nicht so viel essen wie ich … möchte!

 

An dieser Stelle schreibe ich sonst immer das Ergebnis des Spiels. Das verkneife ich mir heute.

 

Das Ergebnis ist scheißegal.

 

Ich bin Augen-und Ohrenzeuge einer viel größeren Geschichte geworden.

Danke an die beiden Zauberer!!!!

Der DFB sollte die Möglichkeit der korrigierenden Entscheidung nach Spielschluss nutzen und das Endspiel 1966 für nichtig erklären lassen. Dann können wir uns noch einen Stern an das Nationaltrikot basteln.

Und Jürgen Hingsen sollte seine Disqualifikation von den Olympischen Spielen 1984 in Los Angeles auch nochmal überprüfen lassen. Vielleicht wenn er laut genug schimpft...

 

Auf dem Heimweg von Misburg stand neben mir plötzlich ein Dodge Charger Cabrio. Besetzt mit zwei Männern, die aussahen als wären sie nicht aus unserer Zeit. Der eine trug einen weißen Overall und fragte mich, ob ich den Weg nach Graceland kennen würde. Dabei schwang er seine Hüften und summte ein Lied vor sich hin. „We can't go on together with suspicious minds“…

 

Der andere trug ein Äffchen auf seinem Arm. Er hatte seltsam anmutende Haut, die überhaupt nicht zu seiner Erscheinung passte. Er redete nur sehr leise, griff sich ständig in den Schritt und jauchzte dabei auf.

 

Sie erzählten mir, dass sie wieder da seien und zusammen eine Platte aufnehmen wollen.

Ich hatte die Beiden schon mal gesehen. Ich dachte, sie seien beide tot. Sie wären vor einiger Zeit gestorben.

Aber es war irgendwie in Ordnung so. An dem Abend habe ich mich nicht mehr über die zurückgekehrte Zeit und die Wiederauferstandenen gewundert.

 

Jetzt geht es mir wieder besser! Bis zum nächsten Mal!

Euer Horst




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