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31.12.15

Jürgen Bätjer: 2015 war unser Jahr

Jubel TSGNach dem Abpfiff des letzten Punktspieles im Jahr 2015 gegen den SVM Schwerin konnte man einen sichtlich zufriedenen TSG-Trainer Jürgen Bätjer beobachten. Im Gespräch mit Hallensprecher Markus Mücke analysierte er kurz den 22:21-Sieg seines Teams gegen die Mannschaft aus Mecklenburg-Vorpommern und kam dabei auch auf ein unglaubliches Handballjahr 2015 zu sprechen.

Noch ein Jahr zuvor hatte es ganz düster um die Turnerschaft ausgesehen. Die Mannschaft hatte Ende 2014 viele Wochen auf dem letzten Tabellenplatz der 3. Liga Nord gestanden und konnte zum Jahreswechsel 14/15 lediglich neun Punkte auf der Habenseite aufweisen. Der Abstiegsgeier kreiste schon über der Sporthalle Auf der Ramhorst und die Turnerschaft stand mit dem Rücken zur Wand. Im Glauben an die eigene Stärke und mit einer überaus couragierten Einstellung startete Großburgwedel dann am 10.01.2015 mit einem 32:32 Unentschieden gegen die Handballfreunde Springe in das Handballjahr 2015. Der gewonnene Punkt fühlte sich wie ein Sieg an und hatte Signalwirkung für Kay Behnke & Co. Aus den folgenden acht Spielen wurden 13 Punkte geholt und Woche für Woche kletterte die TSG in der Tabelle. Mit dem Auswärtssieg in Achim/Baden konnte dann bereits drei Spieltage vor Saisonende der Klassenerhalt gefeiert werden und beim Saisonfinale ging die Turnerschaft auf dem 8. Platz über die Ziellinie. Die Mannschaft hatte Charakter gezeigt und sich nach einer total verkorksten Hinrunde aus eigener Kraft aus dem Schlamassel befreit.

Zum Sommer wurden dann sechs neue Spieler in die Mannschaft eingebaut und der Verjüngungsprozess vorangetrieben. Mit einem Durchschnittsalter von unter 22 Jahren verfügt Großburgwedel seit dieser Saison über eine der jüngsten Mannschaften in der gesamten 3. Liga. Vor dem Start in die neue Saison im August war das Umfeld skeptisch und auch die Konkurrenz konnte die Leistungsstärke der TSG nicht wirklich einschätzen. Die neuformierte Mannschaft fand aber schnell zusammen und entwickelte sich zu einem echten Kollektiv. Der erste Erfolg konnte im Derby gegen Burgdorf gefeiert werden und eine Woche später entführte man auswärts vor 1.500 Zuschauern einen Punkt bei Zweitligaabsteiger Hildesheim. Erneut war dies ein Unentschieden, dass sich wie ein Sieg anfühlte und erneut hatte dieser Erfolg für die kommenden Spiele Signalwirkung. Die junge TSG-Truppe glaubte an die eigenen Qualitäten und gewann in Berlin, auf Usedom und in Flensburg-Handewitt drei Auswärtsspiele am Stück. Auch durch die schwachen Spiele gegen Hannover und Flensborg ließ man sich nicht vom Weg abbringen und besiegte Tabellenführer SC Magdeburg II vor eigenem Publikum. Plötzlich stand Großburgwedel auf Tabellenplatz 3 und musste zum Spitzenspiel in Dessau antreten. Hier wurden der TSG allerdings die Grenzen aufgezeigt und auch die nächsten Spiele gegen Oranienburg und in Altenholz gingen in die Hose. Verletzungsbedingt hatte die Mannschaft zu wenig Alternativen und nur dank einer enormen Energieleistung konnte die letzte Partie des Jahres 2015 gegen Schwerin gewonnen werden.

Unterm Strich stehen im Kalenderjahr 2015 für die TS Großburgwedel 37:25 Punkte zu Buche. Von den 31 Spielen konnten 17 gewonnen werden. 3x spielte die TSG unentschieden und elf Partien wurden verloren. Eine tolle Bilanz und für Trainer Bätjer aller Grund auf seine Mannschaft stolz zu sein: „Ich kann vor meiner jungen Mannschaft nur den Hut ziehen. Das Jahr 2015 war schon der Wahnsinn. Wir sind Ende 2014 durch eine wochenlange Talsohle gegangen und dann wie Phönix aus der Asche aufgestiegen. Die Mannschaft hat aus dieser Situation enorm gelernt und kann inzwischen mit schwierigen Situationen viel gelassener umgehen. Das hat uns stark gemacht und davon konnten wir auch in der Hinrunde der neuen Saison oft profitieren. Wir sind aktuell sehr ausgeglichen aufgestellt und haben keinen überragenden Einzelspieler, von dem alles abhängt. Die mannschaftliche Geschlossenheit zeichnet uns aus und jede Woche tut sich ein anderer Spieler hervor. Auch spielerisch haben wir uns weiterentwickelt und einige wirklich tolle Partien gezeigt. Prunkstück ist dabei unsere Abwehr, mit zwei wirklich tollen Torhütern. Lediglich im Angriff können wir noch eine Leistungssteigerung gebrauchen. Für unsere Tore müssen wir einen hohen Aufwand fahren und dabei auch oft mit einem zusätzlichen Feldspieler operieren. Das wäre auch mein Wunsch für 2016: Mehr einfache Tore. Mal sehen, vielleicht können wir noch ein paar Wochen oben dabei bleiben, mit dem Abstieg sollten wir in dieser Saison nichts zu tun haben. Wir haben jetzt 19 Punkte – die fehlenden sollten wir bei noch ausstehenden 14 Begegnungen eigentlich holen können. Und dann schaun mer mal…“




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