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1. Herren

16.01.16

Meyer und Schiedsrichter entscheiden Handballderby

Applaus in BurgdorfDer TSV Burgdorf II hat das hannoversche Derby in der 3. Liga Nord gegen die Turnerschaft Großburgwedel mit 29:27 gewinnen können. In einem spannenden und emotionsgeladenen Spiel war TSV-Torhüter Jendrik Meyer für die Gastgeber der Matchwinner. Aber auch die beiden Unparteiischen Thore Poguntke und Hauke Schneider aus Hannover waren am Ausgang des Spieles nicht ganz unbeteiligt.

Zahlreiche Zuschauer wollten sich das Derby in der Gudrun-Pausewang-Sporthalle in Burgdorf nicht entgehen lassen. Mit über 320 Zuschauern waren die Ränge proppevoll, von Anfang hatte die Stimmung bei den Fans echten Derbycharakter. Die ersten 30 Minuten sind schnell erzählt. Beide Teams spielten sehr ausgeglichen und ständig auf Augenhöhe. Keine Mannschaft konnte sich absetzen, die Führung wechselte ständig. Der TSV und die TSG waren mit vollem Einsatz bei der Sache, es ging hart aber immer fair zu. Für Burgdorf traf vor allem Maurice Dräger, bei Großburgwedel setzte Christian Hoff einige Ausrufezeichen. Beide Mannschaften spielten an der Grenze des Erlaubten, jeder Treffer wurde von den Fans frenetisch bejubelt. Die Zwischenstände 3:3, 6:6, 9:9, 12:12 und 14:14 machen deutlich, dass keine Mannschaft besser war. Durch einen Treffer von TSV-Torhüter Jendrik Meyer in das verwaiste TSG-Tor ging Burgdorf mit einer knappen 15:14-Führung in die Kabine. Großburgwedel spielte volles Risiko und setzte über die gesamte Spielzeit immer wieder einen zusätzlichen Feldspieler ein. Torhüter Meyer versuchte mehrfach das leere TSG-Tor zu treffen, bei zwei Versuchen war er erfolgreich.

Nach der Pause hatten die Gastgeber den besseren Start. Innerhalb von drei Minuten erzielten die Burgdorfer zwei Tore und setzten sich auf 17:14 ab. Steffen Dunekacke vergab einen Siebenmeter für Großburgwedel und sein Mitspieler Erik Gülzow musste für zwei Minuten auf die Strafbank. Burgdorf konnte jedoch kein Kapital aus dieser Situation schlagen, im Gegenteil, durch zwei Treffer von Lennart Carstens und Steffen Dunekacke verkürzten die Gäste schnell auf 16:17. Die Begegnung nahm an Fahrt auf und jetzt sorgten die beiden unsicheren Unparteiischen immer wieder für Unmut bei beiden Trainern und den Zuschauern. Sie pfiffen ohne Fingerspitzenfühl und ohne Linie, vergleichbare Fouls wurden unterschiedlich bewertet und die Zahl der Kopfschüttler unter den vielen Zuschauern nahm ständig zu. Burgdorf konnte sich in dieser Phase auf Jendrik Meyer verlassen, er vereitelte einige Würfe der Großburgwedeler Außenspieler und sorgte dafür, dass sich seine Mannschaft bis zur 47. Spielminute auf 23:18 absetzen konnte. So leicht gab sich die TSG aber nicht geschlagen. In Unterzahl wurde um jeden Ball verbissen gekämpft und binnen zwei Minuten waren die Gäste durch drei Tore von Steffen Dunekacke und Erik Gülzow wieder dran (23:21). Jetzt hatten erneut die beiden Unparteiischen ihren großen Auftritt. Sie verhängten gegen Trainer Bätjer eine Zeitstrafe und schickten zwei weitere Großburgwedeler auf die Strafbank. Die Gäste mussten mit nur drei Feldspielern agieren und Burgdorf hatte nun leichtes Spiel. Durch Tore von TSV-Linksaußen Julius Hinz setzte sich Gastgeber bis zur Minute 56 auf 29:25 ab. Doch Großburgwedel gab sich noch nicht geschlagen. Die TSG ging zur offenen Manndeckung über und Burgdorf erlaubte sich jetzt einige technische Fehler. Innerhalb kürzester Zeit trafen Erik Gülzow und Chris Meiser für die Gäste und beim Stand von 29:27 war noch über zwei Minuten zu spielen. Dann folgte die spielentscheidende Szene im Derby. Burgdorf verlor den Ball, Großburgwedel spielte Erik Gülzow an, der hart bedrängt von einem Burgdorfer Spieler allein vor Torhüter Meyer auftauchte. Meyer hielt, der durchaus fällige Siebenmeterpfiff der beiden Unparteiischen blieb zum Entsetzen der Gäste jedoch aus. Auch eine letzte Auszeit der Turnerschaft brachte nicht mehr die Wende. Großburgwedel war stehend K.O. und Burgdorf brachte den knappen Derbysieg mit viel Glück über die Zeit.

Mit Torhüter Jendrik Meyer hatten die Gastgeber den besten Einzelspieler in ihren Reihen. Er machte an diesem Abend den kleinen Unterschied aus. Trotzdem war die Niederlage für die Gäste aus Burgwedel sehr bitter. Gegen die TSG wurden sechs, gegen Burgdorf nur zwei Zeitstrafen verhängt. In entscheidenden Situationen wurde gegen die TSG entschieden. Die Schiedsrichteransetzer des Deutschen Handballbundes müssen sich grundsätzlich die Frage gefallen lassen, warum für ein hannoversches Derby Schiedsrichter aus Hannover angesetzt werden.

TS Großburgwedel: Patrick Anders (1.-30. Minute), Markus Hammerschmidt (31.-60.), Jan Schenkel (n.e.) – Lennart Carstens (3), Sören Kress (2), Christian Hoff (4), Chris Meiser (4), Nils Wilken (2), Lennart Koch (1), Erik Gülzow (4/1), Finn Liedtke (n.e.), Jonas Krabbe (n.e.), Steffen Dunekacke (6/2) und Justin Magnus Behr (1).




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