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1. Herren

18.01.16

Kommentar von Jürgen Bätjer nach dem Derby

Jürgen Bätjer27:29 lautete das ernüchternde Ergebnis aus Sicht der Turnerschaft am Ende des Derbys beim TSV Burgdorf 2. Den über 320 Zuschauern in der vollen Sporthalle in Burgdorf war über 60 Minuten toller und spannender Handballsport geboten worden. Mit dem Sieg konnten sich die Gastgeber für die Hinspielniederlage in Großburgwedel revanchieren. TSG-Trainer Jürgen Bätjer war auch zwei Tage nach dem Spiel noch enttäuscht. Gar nicht einmal vom Spiel seiner Mannschaft, sondern vielmehr über die Leistung der Schiedsrichter und über das Auftreten von Ex-TSGler Andrius Stelmokas. „Grundsätzlich ist es für uns kein Beinbruch in Burgdorf zu verlieren. Das Spiel war eng, der TSV hat eine gute Mannschaft beisammen und mit Jendrik Meyer auch den besseren Torhüter aufbieten können. Mir ist auch klar, dass man auswärts immer drei bis vier Entscheidungen der Schiedsrichter gegen die eigene Mannschaft bekommt. Auch damit können und müssen wir leben. Die Anzahl kritischer Entscheidungen gegen uns war am Freitag aber definitiv zu hoch, für mich bleibt daher ein ganz fader Beigeschmack zurück. Gerade in der Phase als wir durch Zeitstrafen nur mit drei Feldspielern auf der Platte gestanden haben, haben die beiden Unparteiischen somit wesentlichen Einfluss auf den Ausgang der Partie genommen. Am Ende haben uns auch die Kräfte gefehlt. Sören Kress war nach seiner Verletzungspause noch nicht bei 100% und auch der verletzungsbedingte Ausfall von Lennart Carstens hat uns in den letzten 20 Minuten Qualität und Kraft gekostet. Trotz der Benachteiligungen durch die Schiedsrichter hatten wir kurz vor dem Ende zumindest noch die Chance auf einen Punktgewinn. Da war aber erneut Jendrik Meyer zur Stelle, nachdem er schon über die gesamte Spielzeit von unseren Außen einige Bälle gehalten hatte. Er hat an diesem Abend den Unterschied gemacht. Er gehört mit zum Besten, was die 3. Liga Nord an Torhütern aufzubieten hat.

Geärgert habe ich mich auch über das Auftreten von Andrius Stelmokas, der uns nach vielen Jahren auf der Ramhorst nach der letzten Saison verlassen hat, um in Burgdorf als Nachwuchstrainer arbeiten zu können. Nach vielen Jahren als Profi wollte er seine Handballschuhe an den Nagel hängen und mit Rücksicht auf seine Gesundheit nicht mehr aktiv ins Spielgeschehen eingreifen. Ein gutes halbes Jahr später sieht die Sache ganz anders aus. Er spielt mit 41 Jahren im sogenannten Perspektivkader der Burgdorfer, was für mich ein Indiz dafür ist, dass der Ausbildungscharakter dieser Mannschaft keine große Rolle spielt und es nur um das Ergebnis geht. Auch sein Verhalten nach dem Spiel zeigt mir deutlich, dass er ein abgezockter Profi ist und von Respekt gegenüber alten Mannschaftskameraden und den jungen TSG-Fans nicht viel hält. Wenn man lange bei einem Verein gespielt hat und den Verantwortlichen neben seiner Arbeitsstelle einiges zu verdanken hat, hält man sich beim Torjubel und beim Feiern merklich zurück. Aber egal, so ist das Geschäft und ich muss meine Meinung über einen tadellosen Sportsmann leider revidieren.

Egal, wir blicken jetzt nach vorn und freuen uns über das nächste Derby am kommenden Samstag gegen Eintracht Hildesheim. Die Eintracht hat sich nach einem katastrophalen Saisonstart inzwischen gefangen und zeigt aufsteigende Form. Das wird für uns ein ganz schweres Spiel werden. Die Karten werden jedoch neu gemischt und wir haben durchaus Chancen. Ich hoffe, möglichst viele gesunde Spieler aufbieten zu können. Auch die TSG-Fans freuen sich auf ein Wiedersehen mit Maurice Lungela, der schon ein Jahr für die TSG gespielt hat.“




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