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31.10.16

Horst seine Sicht

SmileyNatürlich war am Samstag beim Spiel der HSG Burgwedel gegen den HC Elbflorenz aus Dresden auch HSGB-Edelfan und Kritiker Horst Ramm vor Ort. Wie immer hat er das Spiel seiner Jungs genau beobachtet und seine spezielle Sicht. Wir wünschen viel Spaß beim Lesen:

 

Freunde!

Ich will euch nicht langweilen. Aber es muss raus. Es brodelt schon wieder in mir…

Zwei Wochen war ich abstinent. Was Handball angeht. Alles andere natürlich nicht. Die Frau Gemahlin hat sich auch wieder beruhigt. Ein Strauß Tulpen und die „Sache aus der Vorwoche“ war ausgestanden.

Und dann so was!

21:23 gegen Elbflorenz verloren!

Es war nicht so sehr die Tatsache, dass wir verloren haben. Es waren mehr die Umstände, die mir den Tag versaut haben!

Und damit meine ich die Spezies der Hallenpfeifer. So viele kuriose Entscheidungen wie am Samstagabend habe ich in diesem Jahr noch nicht gesehen.

Wenn zum Beispiel der Tim Zechel mit seinen geschätzten 4,83 m Körpergröße umringt von kleineren Gegenspielern einfach nur hochspringt und den Ball fängt, dann darf der das. Nein, ich korrigiere: er MUSS das machen. Weil sonst der JayBee böse wird. Und mit dem will der Tim keinen Ärger haben! Wegen der unterschiedlichen Länge des Hebels!!!

Und wenn es zu einem Fixieren des Gegenspielers in Höhe der 9m-Linie kommt und anschließend der Offensivspieler den Defensivspieler tanzend und ringend bis in den Kreis drückt, dann ist das ein Freiwurf und kein 7-Meter! Und zwei Minuten sind das noch viel weniger. Ist nicht so schwierig diese Regel.

Diese Veranstaltung kam mir vor wie ein Toleranztest. Durchgeführt von zwei Herren, die der DHB sozusagen als Moderatoren geschickt hat. Wie viele Entscheidungen abseits der allgemein gültigen Regeln des Handballsports halten die Leute eigentlich aus? Also die Ballwerfer, die Ballfänger, die Zugucker und die jeweiligen Übungsleiter.

Besonders störend war, dass sie immer (ich betone: IMMER nach jeder Entscheidung) noch ein erklärendes Wort in Richtung der ahnungslosen Trainerbänke oder des regelunkundigen Spielers parat hatten. Vor lauter Gequatsche haben sie ihren eigentlichen Auftrag, das Spiel unauffällig und sicher zu leiten, vollständig aus den Augen verloren.

Ich möchte nicht falsch verstanden werden. Der Sieg geht in Ordnung. Die Schiris waren trotzdem „unparteiisch“! Das ist in diesem Fall als Kompliment zu verstehen.

JayBee muss sicherlich heute seine Halswirbelsäule schonen. Die war letztmalig 1990 beim Ursprungsfestival in Wacken in der Headbangerzone so belastet wie gestern…

Und auch der Trainer von Elbflorenz ist bestimmt froh, dass er den Abend überstanden hat, ohne dass es seinerseits zu körperlichen Attacken in Richtung des Schiedsgerichtes oder der Spielleiter gekommen ist. Jemand der sich so unter Kontrolle hat, muss zwingend in der Beschwerdestelle der Deutschen Bundesbahn anfangen.

Was soll eigentlich der Name „Elbflorenz“? Mir ist schon klar, dass die Stadt Dresden im Volksmund so bezeichnet wird. Wegen der Architektur. Aber ansonsten?

Florenz steht für mich für feine Küche, modische Stilsicherheit, Dolce Vita im Allgemeinen und für eine Sprache, die vor Eleganz im Klang nur so sprüht.

Dresden steht da eher für bodenständige Hausmannskost (mag ich auch gerne!). Dresden ist nicht bekannt als innovatives Zentrum der Modewelt. Und Eleganz in der Sprache sucht man beim sächsischen Dialekt wirklich vergebens. Echt…

Dafür waren sie Samstag beim Handball besser. Akzeptiert!

Nächste Woche haben wir wieder ein Auswärtsspiel. In Coburg. Oder besser in „Itz-Venedig“… Bringt mal was mit! Denkt an mein Lächeln. Und an das 7-Meter trainieren...

Jetzt geht es mir wieder besser! Bis zum nächsten Mal!

Euer Horst




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