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1. Herren

25.01.17

HSGB reist in die Brüder Grimm Stadt Hanau

3. LigaNach dem Derbyheimspiel gegen Tabellenführer Eintracht Hildesheim müssen die Drittligahandballer der HSG Burgwedel wieder auswärts antreten. Am kommenden Sonntag steht die 370 km lange Reise in die Gebrüder-Grimm-Stadt Hanau auf dem Programm. Die gastgebende HSG empfängt die Männer von Trainer Jürgen Bätjer um 17:00 Uhr in der Main-Kinzig-Halle.

Die Gastgeber sind sehr schlecht ins Handballjahr 2017 gestartet und warten weiterhin auf den ersten Sieg im neuen Jahr. Der Auftakt gegen den HSV Hannover wurde mit 26:28 verloren und am letzten Wochenende musste Hanau eine bittere 17:19-Niederlage beim Tabellennachbarn HSC Bad Neustadt einstecken. Mit nunmehr 12:24-Punkten und Tabellenplatz 13 befinden sich die Hessen damit aktuell in höchster Abstiegsgefahr.

Von den bisherigen 18 Spielen konnten nur fünf gewonnen werden. Zwei Unentschieden und 11 Niederlagen runden die Statistik der Mannschaft von Trainer Patrick Beer ab. Bei der Niederlage in Bad Neustadt war es vor allem der Angriff, der weit unter seinen Möglichkeiten geblieben ist. Mit nur 17 Toren kann man in Liga 3 keine Spiele gewinnen und der Hanauer Übungsleiter kritisierte vor allem das fehlende schnelle Spiel nach vorn und eine mangelhafte Chancenauswertung über die Außenpositionen. Bei nur noch 12 ausstehenden Pflichtspielen in dieser Saison sollte Hanau möglichst schnell wieder unter die Punktesammler gehen, um nicht bis zum letzten Spieltag zittern zu müssen. Dabei müssen die Hessen aufgrund der Erfahrungen der letzten Jahre auch in der Rückrunde mindestens 12 Punkte, besser noch mehr, einheimsen. Die Rechnung ist relativ einfach: Hanau muss für den Klassenerhalt ab jetzt mindestens jedes zweite Spiel gewinnen.

Etwas besser steht aktuell Burgwedel da. 17:17 Punkte platzieren die HSG auf Tabellenplatz 8 und sorgen für einen Vorsprung von sechs Punkten zu den Abstiegsplätzen. Trainer Bätjer möchte so schnell wie möglich, die für den Klassenerhalt nötigen Punkte gewinnen und peilt in der Endabrechnung zumindest einen Platz im gesicherten Mittelfeld an. Doch aktuell sind es mal wieder Verletzungsprobleme, die dem HSG-Übungsleiter schlaflose Nächte bereiten. Der Langzeitverletzte Lennart Carstens ist nach seiner schweren Knieverletzung zwar auf einem guten Weg, ob es noch in dieser Saison für einen Einsatz reichen wird, kann aktuell aber nicht beurteilt werden. Dafür ist Sören Kress nach überstandener Schulterverletzung wieder in die Mannschaft zurückgekehrt und konnte am letzten Freitag schon punktuell überzeugen. Er ist zwar bei weitem noch nicht bei 100%, die Formkurve des Burgwedeler Spielmachers zeigt aber deutlich nach oben.

Leider haben sich im Spiel gegen Hildesheim sowohl Maurice Herbold als auch Eric Gülzow schwere Bänderverletzungen zugezogen und auch Steffen Dunekacke hütet mit einer schweren Grippe seit Tagen das Bett. Ein Einsatz dieser drei Akteure beim Spiel am kommenden Sonntag ist ausgeschlossen. Burgwedel wird daher nur mit einem Minikader von 11 Spielern nach Hanau reisen können und Christian Hoff und Chris Meiser sind im linken Rückraum gefordert.

Zuletzt konnte die HSG gerade in schwierigen Situationen gute Leistungen abrufen und auswärts immerhin schon sieben Punkte gewinnen. In Hanau wird es dabei auch auf die Torwürfe über Außen und den Kreis ankommen. Jürgen Bätjer nimmt hier Jannis und Nils Wilken sowie Tim Zechel in die Pflicht. „Alle drei können viel mehr, als sie zuletzt gezeigt haben und es ist mal wieder an der Zeit, ein paar gute Spiele abzuliefern“, so der HSG-Trainer. Auch in der Abwehr fordert er mehr, Burgwedel möchte Hanau gerne unter 25 Toren halten. Patrick Anders und Colin Räbiger im HSG-Tor ergänzten sich zuletzt mit guten Quoten.

Bei Hanau haben sich bisher vor allem Björn Christoffel und Yaron Pillmann als Torschützen hervorgetan. Christoffel traf bislang 46x ins Schwarze und Pillmann war sogar 86x erfolgreich. Ansonsten leben die Hessen von ihrer Ausgeglichenheit. Neben den beiden Haupttorschützen gibt es neun weitere Spieler, die auf einen Schnitt von 28 Toren kommen. Die Mannschaft ist schlecht ausrechenbar und Trainer Beer kann auf einen sehr breiten Kader zurückgreifen. In den 18 Saisonspielen kamen schon 21 unterschiedliche Spieler zum Einsatz. Dies sind Möglichkeiten, von denen man in Burgwedel nur träumen kann.

Der Druck vor diesem Spiel liegt zweifelsohne bei den Gastgebern. Hanau muss, Burgwedel kann. Im Hinspiel hatte Burgwedel mit 24:19 die Nase vorn.




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