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Allgemein

06.02.17

Horst seine Sicht

Horst RammDas war ganz und gar kein Wochenende nach dem Geschmack von Burgwedels Sportguru Horst Ramm. Er musste bittere Erfahrungen machen und hat sich seinen Frust ein wenig von der Seele geschrieben Viel Spaß beim Lesen!

 

Freunde!

Ich will euch nicht langweilen. Aber es muss raus. Es brodelt schon wieder in mir…

Was war das denn für ein überflüssiges Sportwochenende für mich?

96? Verloren! Abhaken!

Hannover Indians? Derby verloren! Abhaken!

Das sind schon Schmerzen für mich, die nicht so einfach mit Aspirin und Voltaren in den Griff zu bekommen sind! Und wegatmen kann ich das auch nicht.

Als Frau betrachtet ist das so, als wenn du zum Friseur gehst und das Ergebnis haarsträubend ist. Gleichzeitig stellst du fest, dass auf einer von deinen Lieblingshandtaschen ein riesiger Tintenfleck ist und du eine Laufmasche in den neuen Strümpfen hast.

So ungefähr fühle ich mich bei diesen Ergebnissen! Das geht kaum schlimmer.

Aber ich hatte es emotional abgearbeitet.

Und dann kam die HSGB. Samstagabend. Zur besten Sendezeit sozusagen.

30:30 verloren! Gegen Gelnhausen!

Das kann ich nicht abhaken…

Alles, was letzte Woche bei dem „Last-Minute 26:26-Sieg“ an emotionalem Hochgefühl in mir übriggeblieben war, hat sich Samstagabend in Frustration und Enttäuschung transformiert. Bis Samstag hatte ich noch Rest-Euphorie wegen des Punktgewinns eine Woche zuvor. Genauer gesagt: bis Samstag, Spielminute 59:58…

Natürlich kann so ein Ball mit der letzten Aktion reingehen. Das wissen wir seit dem Spiel in Hanau selbst ganz gut.

Es darf aber nicht so weit kommen, dass wir 90 Sekunden vor Ablauf der Zeit mit zwei Toren vorne sind und am Ende des Spiels eine Gelnhausener Jubeltraube ertragen müssen. Auf unserem eigenen Hoheitsgebiet will ich das nicht!

Die Auszeit 30 Sekunden vor Schluss wurde scheinbar nicht genutzt, um einen echten Plan zu entwickeln, wie wir im Besitz des Spielgerätes bleiben, ohne dass die Schiedsrichter den Arm wegen Passivität heben. Ein genialer Schachzug wäre es meiner Meinung nach gewesen, den Torwart raus zu nehmen, um bei den Feldspielern in Überzahl zu agieren. Bei einer sich ankündigenden Manndeckung muss irgendein Feldspieler frei sein. Für diese revolutionäre Erkenntnis muss ich kein Mathematiker sein. Und wenn ihr nicht wisst, wohin mit dem Ball, dann werft ihn einfach ins Tor!

So ist es echt ärgerlich. Dementsprechend fielen auch die Reaktionen unserer Spieler aus. Von Resignation bis offener Wut war alles dabei.

Mich hat das Ergebnis auch massiv geärgert, weil wir gegen eine Mannschaft einen Punkt verschenkt haben, die ganz sicher nicht unschlagbar war. Da sind zwei vollkommen unterschiedliche Spielsysteme aufeinandergeprallt. Auf Gelnhausener Seite dominierten die Außen und der Kreis. Bei uns kam die Angriffswucht vorrangig aus dem Rückraum.

Mit dem Ergebnis, dass es eigentlich gar kein Ergebnis gab. Unentschieden sind gerade in Heimspielen gegen Tabellennachbarn unbefriedigend. So wie lauwarmer Kaffee.

Oder so, als wenn einem der Bachelor nicht wirklich gefällt.

Gelnhausen (da habe ich mich schlau gemacht) ist Barbarossastadt. Das bedeutet, dass sich Stauferkaiser Friedrich I. (genannt: Barbarossa) mehr oder weniger lange in dieser Stadt aufgehalten hat. Geschichtsunkundige Beobachter des Spiels glauben ja, dass Barbarossa am Kreis unserer Gäste gespielt hat und Teil der Starting Seven war.  Es sah jedenfalls so aus. Für sein Alter hat er sich aber ganz ordentlich bewegt…

(Barbarossas Geburtsjahr war vermutlich 1122)

Diese kleine geschichtliche Exkursion sei mir erlaubt.

Jetzt geht es mir wieder besser! Bis zum nächsten Mal!

 

Euer Horst




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